Skip to main content

In Deutschland gibt es viele findige Geschäftsideen. Gerade in den Anfangsphasen werden sich die meisten Start-ups in den Bereich der kleinen und mittelständischen Unternehmen einreihen. Der mittelständische Unternehmensbereich ist eine der tragenden Säulen der deutschen Wirtschaft. Dennoch, wenn es um die Gründung geht, haben Sie es als Neuling schwer bei der Finanzierung. Laut Umfrage vom „Startup Gründungsmonitor 2014” wurden von 10 % der Unternehmensstarter einen Start mit dem Bankkredit. Die Ursache liegt bei der Zurückhaltung der Banken, wenn es um ein Start-up geht. Dennoch: Hoffnungslos ist die Finanzierung für Ihr Start-up nicht. Mit Förderkrediten, dem KfW-StartGeld/dem ERP Gründerkredit und Finanzierungen aus privaten Darlehn kann Ihr Start ins Unternehmertum abgesichert werden.

Gute Voraussetzungen für den Start-up – Kredit schaffen

Bevor ein Kreditantrag für die Umsetzung der eigenen Geschäftsidee gestellt wird, sollten Sie gründliche Vorarbeit leisten. Ob Bank, Privatkredit oder KFW – in jedem Fall wird ein ausgereifter Business-Plan gefordert. Hilfe dazu erhalten Gründungsplaner von Gründerseminaren, speziellen Beratungen, aber auch im Internet. Weiterhin sollte auch ein Finanzierungsplan erstellt werden. Vor der Gründung sollte eine Marktanalyse für die Chancen der Geschäftsidee vorgenommen werden. Das geplante Start-up sollte konkurrenzfähig und innovativ sein, mit Aussicht auf eine entsprechende Nachfrage. Für eine Geschäftsidee, für die es auf dem Markt keinen oder verschwindend geringen Bedarf gibt, wird niemand Geld herausrücken.

Eine weitere wichtige Voraussetzung ist das Eigenkapital. Viele Gründungsplaner verfügen über eine nur geringe oder keine echte Kapitaldecke. Hier kann es helfen, sich künftige Teilhaber ins Boot zu holen, die sich an der Finanzierung beteiligen. In diesem Fall sind die künftige Anteilsverteilung und die Unternehmensform genau zu planen. Die Erfolgschancen für den Bankkredit steigen jedoch mit mehr Kapital. Denkbar sind auch Sicherheiten anderer Art, die von der Bank akzeptiert werden. No-Gos sind eine schlechte Schufa und bereits laufende hohe Darlehn.

Alle Alternativen zum Bankkredit prüfen

Wer sich nur auf die Aussicht auf einen Bankkredit stützt, muss sich auf langen, mühsamen Weg mit vielen Absagen, Einschränkungen und schlechten Konditionen gefasst machen. Sie sollten von Anfang an alle Alternativen ins Auge fassen. Das sind beispielsweise:

  • Fördergelder von Bund und Ländern
  • KFW und ERP Darlehen
  • Privatkredite von privaten Investoren für Start-ups
  • bankunabhängige Darlehen von speziellen Kreditanbietern
  • Spezielle Förderungen für Start-up aus der Arbeitslosigkeit und für Hochschulabsolventen

In erster Linie tun sich hier die guten Möglichkeiten von Finanzierungen über Fördergelder des Bundes und der Länder auf. Eine Übersicht zu den Förderprogrammen für Gründer kann beim „Portal des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie” online gewonnen werden. Über Kredit-Marktplätze wie beispielsweise Smava oder Auxmoney lassen sich private Investoren finden, die ein Darlehn zur Verfügung stellen. In der Regel müssen die Gründer hier allerdings, wie auch beim regulären Start-up Kredit einer Bank, mit höheren Zinsen rechnen als bei den Förderkrediten. Allerdings gewähren Investitionen privater Geldgeber in ein Start-up oft einen individuelleren Rahmen als der Bankkredit. Start-up- und Zwischenfinanzierungen bietet zu günstigen Konditionen auch der Kreditgeber KreditUp (Hauptgesellschafter ist Vexcash) an. KreditUp vergibt Kredite bankenunabhängig. Finanzierungsprogramme sind hier vom Mikrokredit bis zur umfangreichen Start-up Finanzierung möglich. Spezielle öffentliche Förderungen werden an Start-ups aus der Arbeitslosigkeit vergeben. Unter bestimmten Voraussetzungen sind hier steuerfreie, nicht rückzahlbare Förderungen bis zu 18.000 Euro möglich. Über das EXIST-Gründerstipendium können Sie als Studienabsolvent eine monatliche Unterhaltssicherung für 12 Monate bis 3.000 Euro und Sachkostenzuschüsse bis 30.000 Euro bei Vorlage eines akzeptablen Businessplans erhalten.

Kredit der KfW-Bank

Ein großer Teil der Start-ups nimmt den Kredit der KfW, bzw. Kredite durch spezielle zusätzliche Förderprogramme der Bundesländer in Anspruch. Hier stehen Ihnen verschiedene Fördermodelle zur Verfügung. Staatlich geförderte Finanzierungen können, je nach Förderungsfähigkeit, Laufzeiten bis zu 20 Jahre bei geringen Zinsen von unter 5 % bieten. Die ersten Jahre sind oft tilgungsfrei. Grundlage ist u.a. immer ein stichhaltiger Businessplan sein. Für diese Gründungskredite muss kein Eigenkapital nachgewiesen werden. Den ERP Gründerkredit für das Start-up beantragen Sie direkt bei der jeweiligen Hausbank. Betriebsmittel werden dabei mit bis zu 30.000 Euro finanziert, insgesamt kann ein Startkredit bis 100.000 Euro gewährt werden. Mehrere Gründungsteilhaber können in gleicher Höhe eigene Kredite beantragen.

Gründungskredit für das Start-up – Bedingungen, Vorteile

Die umfangreichen, günstigen Kredite für das geförderte Start-up werden Ihnen nicht bedingungslos erteilt. Ein klares, nachvollziehbares Konzept ist eine Voraussetzung. Das Start-up muss noch in der Planungsphase sein, es darf also noch keine Gründung stattgefunden haben. Die benötigte Kreditsumme muss im Finanzierungsplan genau berechnet werden, denn es gibt hier keine Anschlussfinanzierungen. Der/die Gründer haften persönlich für die Tilgung des Kredits. Bei einer vorzeitigen Rückzahlung wird eine Gebühr erhoben.

Wichtige Vorteile sind das Entfallen von Eigenkapital, wie die Banken es in immer höherem Maß von Ihnen fordern. Können der/die Gründer keine banküblichen Sicherheiten bieten, kann eine Bürgschaftsbank des jeweiligen Bundeslandes für den Start-up-Kredit als Ihr Bürge eintreten. Die günstigen Zinsen für diese Gründerkredite liegen derzeit bei etwa 3 %. Dieser Zinssatz ist ein deutlicher Vorteil gegenüber einem üblichen Bankkredit für ein Start-up.